So wird Deine Lesung zum Erfolg: 5 Tipps

Nach fast dreiwöchiger Blogpause melde ich mich heute mit einem Thema zurück, das vielen Autoren sehr am Herzen liegt: Lesungen. Vielleicht kannst Du Dir bisher noch überhaupt nicht vorstellen, jemals eine Lesung zu veranstalten. Trotzdem empfehle ich Dir, diesen Artikel einfach mal in Ruhe durchzulesen und danach zu entscheiden, ob Lesungen etwas für Dich sind oder eher nicht.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich selbst eher nicht der Lesungs-Typ bin. Das liegt aber nicht daran, dass ich Lesungen für überflüssig halten würde. Im Gegenteil. Ich denke, dass sie eine ganz tolle Marketingmöglichkeit für Autoren sind. Ich bin nur einfach von Natur aus sehr introvertiert und kriege schon bei der bloßen Vorstellung, eine Lesung vor wildfremden Leuten halten zu müssen, pantomimischen Herpes.

Sollte es Dir ähnlich gehen, ist das nicht weiter schlimm. Nicht jeder muss alle Optionen für sich nutzen. Wenn Du bisher aber nur deshalb keine Lesung gemacht hast, weil Du denkst, dass sie niemals erfolgreich sein wird (oder schon eher suboptimale Lesungen hinter Dir hast), habe ich heute ein paar Tipps für Dich, wie Du die Bude beim nächsten Mal rockst!

Wie Du Dir denken kannst, habe ich diese Tipps nicht persönlich ausprobiert. Ich kenne aber Leute, die es getan haben und auch der Autor des Buchs, auf das ich mich beziehe (Kauf! Mich! Jetzt! von Bernd Röthlingshöfer *), weiß, wovon er spricht 😉

So, jetzt aber endlich zu den versprochenen 5 Tipps für Deine Lesung!

Bleibe Deinem eigenen Stil treu

Tipp eins für Deine Lesung: Sei Du selbst!

Zuerst möchte ich einmal loswerden, dass Du Dich für eine Lesung auf keinen Fall verbiegen musst oder sollst. Du bist Du. Du hast Deinen eigenen Schreibstil, Du hast Deine eigene Art von Büchern, die Du schreibst und Du hast einen ganz individuellen Charakter. Bleib auch in Deiner Lesung dabei.

Das ist aus mehreren Gründen wichtig.

Erstens sollst Du Dich bei Deinem großen Auftritt wohl fühlen. Es gibt nichts schlimmeres, als sich vor einer Menge Leute präsentieren zu müssen und dabei unsicher und nervös zu sein. Ein gewisses Maß an Nervosität gehört natürlich dazu, aber Du solltest es Dir so leicht wie möglich machen, damit Du den Abend genießen kannst. Unterschätze auch nicht, dass die meisten Menschen einen sehr guten Sinn dafür haben, wann sich jemand verstellt und wann nicht. Authentizität ist aber enorm wichtig, wenn Du echte Fans gewinnen willst!

Damit kommen wir auch zum zweiten Grund, warum Du Deinem eigenen Stil unbedingt treu bleiben solltest. Du möchtest den Leuten, die Deine Lesung besuchen, im Gedächtnis bleiben. Und zwar positiv! Wenn Du also etwas besonderes zu bieten hast, in welcher Form auch immer, ist das ein guter Anfang. Zeig das auch. Und hab keine Angst davor, auch mal etwas ausgefallenes zu tun. Je mehr Du Dich von der Masse der Autoren abhebst, desto besser. Schließlich soll Dich das Publikum ja nicht schon beim Verlassen des Veranstaltungsorts vergessen haben oder als „irgendein Autor von vielen“ betiteln 😉

Erstelle einen Ablaufplan für Deine Lesung

Tipp für die erfolgreiche Lesung: erstelle einen Plan

Durch das Erstellen eines Ablaufplans kannst Du besser einschätzen, was während der Lesung alles auf Dich zukommt. Natürlich gibt es bei jeder Art von Veranstaltung immer auch unvorhergesehene Entwicklungen, die Du weder planen, noch vorhersehen kannst. Aber wenn Du Dir zumindest über den grundsätzlichen Ablauf klar bist, gehst Du automatisch viel gelassener an die Sache ran. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn Du sehr nervös bist.

Ich veranstalte ja selbst keine Lesungen, kenne das Phänomen der Nervosität vor Auftritten aber zu gut. Ich habe in meinem Leben unzählige Referate an der Uni gehalten und bin in meiner zweijährigen Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik regelmäßig mit der Gitarre vor Publikum aufgetreten. Das war nicht immer lustig! Ich neige sehr zum Perfektionismus und mache mich vor solchen Events grundsätzlich selber nervös. Und jetzt rate mal, was mir geholfen hat, besser damit umzugehen? Genau. Ein Plan. Auch wenn ich ihn so gut wie nie wirklich einhalten konnte. Allein das Wissen, gut vorbereitet zu sein und das Gefühl, alles im Griff zu haben, haben Wunder gewirkt.

Meistens ist der Auftritt selber nämlich gar nicht das Problem, sondern die Vorstellung, die wir im Vorfeld davon haben. Also versuch es auf jeden Fall mit einem Plan. Auch wenn Du nicht nervös bist. Denn ein Plan wird Dir auch helfen, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Und das willst Du doch ganz bestimmt, oder? 😉

Mach Dir Gedanken über den passenden Ort für Deine Lesung

Als erstes fällt Dir wahrscheinlich die klassische Buchhandlung ein. Das ist in den meisten Fällen auch tatsächlich so und macht ja durchaus Sinn. Es gibt aber noch viel mehr Möglichkeiten.

  • Literaturcafés
  • Bibliotheken
  • Parks (falls schönes Wetter ist natürlich)
  • Schulen
  • Universitäten
  • Museen
  • Krankenhäuser
  • usw.

Theoretisch kannst Du an jedem Ort eine Lesung veranstalten. Überleg Dir dazu einfach, was am besten zu Dir und Deinem Buch passt. Mit der Auswahl des Ortes kannst Du einen ganz speziellen Rahmen setzen und damit die Atmosphäre in die gewünschte Richtung lenken. Das macht nicht nur mehr Spaß, es ist auch ein nicht zu unterschätzender Faktor in der ganzen „Den-Leuten-im-Kopf-bleiben“ Sache.

Sei kreativ

Tipp drei für Deine Lesung: Sei kreativ

Damit Dein Auftritt wirklich zum Event wird, ist es sinnvoll, nicht einfach nur dazustehen und einen Vortrag zu halten. Wir Menschen sind es heutzutage gewohnt, unterhalten zu werden. Langweilige Vorträge waren gestern.

Welche Hilfsmittel Du am besten einsetzt hängt natürlich von Genre und Thema Deines Buchs ab. Ich lehne mich aber nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass man JEDES Thema und JEDES Genre entsprechend inszenieren kann. Hier sind einige Beispiele, die sich oft bewährt haben:

  • Filmmaterial
  • Powerpoint
  • Bilder-Slideshows
  • musikalische Untermalung
  • Vorlesen mit verteilten Rollen
  • aktive Einbindung des Publikums
  • usw.

Diese Liste kannst Du beliebig fortsetzen. Lass Deiner Kreativität einfach freien Lauf und denk dran:

„Don’t think outside the box. Think like there is no box.“

Veranstalte Deine Lesung für den guten Zweck

Tipp vier für Deine Lesung: Für einen guten Zweck lesen

Indem Du für den guten Zweck liest, erreichst Du ganz einfach eine höhere Aufmerksamkeit. Außerdem wirken sich solche Veranstaltungen positiv auf Dein Image aus. So bekommst Du schnell ein größeres Publikum und auch die Presse interessiert sich meistens für diese Art von Lesung mehr als für „normale“ Lesungen.

Überlege Dir, welche Organisation oder Einrichtung Du gerne unterstützen möchtest. Es gibt so viele gemeinnützige Vereine, die sich freuen, wenn sie Aufmerksamkeit und Unterstützung durch andere erhalten. So pusht Du nicht nur Deine Karriere als Schriftsteller, sondern tust auch noch was Gutes 😉


So, das waren meine 5 Tipps für Deine nächste Lesung. Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein bisschen helfen.

Du hast noch mehr Tipps für eine erfolgreiche Lesung? Schreib sie unbedingt in die Kommentare!

Danke, dass Du da warst und bis bald!

Deine Marina

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